Jussi Adler-Olsen

© Martin Hangen

Jussi Adler-Olsen wurde am 2. August 1950 unter dem bürgerlichen Namen Carl Valdemar Jussi Henry Adler-Olsen in Kopenhagen geboren. Er studierte Medizin, Soziologie, Politische Geschichte und Film. Bevor er 1995 mit dem Schreiben begann, arbeitete er in verschiedensten Berufen: als Redakteur für Magazine und Comics, als Koordinator der dänischen Friedensbewegung, war Verlagschef im Bonnier-Wochenblatt TV Guiden und Aufsichtsratsvorsitzender bei verschiedenen Energiekonzernen. Sein Hobby: Das Renovieren alter Häuser. Er ist verheiratet und Vater eines Sohnes.

1997 erschien sein erster Roman ›Das Alphabethaus‹. Er erreichte in Schweden, Holland und Finnland, Spanien, Südamerika und Norwegen sofort die Spitzen der Bestsellerlisten. Es folgten die Romane ›Firmaknuseren‹ (2003) und ›Das Das Washington-Dekret‹ (2006), bevor Jussi Adler-Olsen 2007 mit dem ersten Fall für Carl Mørck, ›Erbarmen. Die Frau im Bunker‹, einen Riesenerfolg hatte. 2008 stürmte er auch mit ›Schändung. Fasanentöter‹, dem zweiten Fall für Carl Mørck, die Bestsellerlisten, es folgten 2009 ›Erlösung. Flaschenpost von P‹, der dritte Fall für Carl Mørck, 2010 ›Verachtung. Akte 64‹, der vierte Fall für Carl Mørck, 2013 ›Erwartung: Der Marco-Effekt‹, der fünfte Fall für Carl Mørck. Im März 2015 ist der sechste Fall für Carl Mørck, ›Verheißung. Der Grenzenlose‹ in Deutschland erschienen. Der Thriller ›TAKEOVER. Und sie dankete den Göttern ...‹ erschien im Oktober 2015 in Deutschland.

Die auf zehn Teile angelegte Carl-Mørck-Serie wird seit 2012 im Rahmen einer europäischen Co-Produktion (Zentropa und ZDF) für Kino und Fernsehen verfilmt. Die Verfilmungen von ›Erbarmen‹ (2013) und ›Schändung‹ (2014) wurden Riesenerfolge. 2015 kam ›Erlösung‹ ins Kino.

Jussi Adler-Olsens Werk wurde bereits mit vielen angesehenen Literaturpreisen im In- und Ausland ausgezeichnet, u. a. mit dem Harald-Mogensen-Krimipreis 2009 für ›Erlösung‹, dem Reader’s Bookprize 2010, einem der bedeutendsten Literaturpreise Dänemarks, dem Glass Key Award 2010 – dem bedeutendsten Krimipreis Skandinaviens. Jussi Adler-Olsen ist außerdem Preisträger des Goldenen Lorbeers 2011, der wichtigsten literarischen Auszeichnung Dänemarks für das Gesamtwerk eines Autors, in Frankreich erhielt er bereits mehrmals in Folge den Elle-Leserpreis. Für ›Erbarmen‹, den Auftakt seiner Thriller-Reihe um Carl Mørck vom Sonderdezernat Q, erhielt Jussi Adler-Olsen 2012 den Barry Award in der Kategorie ›Bester Roman‹. Im März 2015 wurde er mit dem Ripper Award ausgezeichnet - dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur. Mit seinen Büchern steht Jussi Adler-Olsen in Deutschland seit Jahren auf den Jahres-Bestsellerlisten. Seine Bücher wurden in über vierzig Länder verkauft.



Interview

Woher kommt das starke Interesse an Psychologie und Psychothrillern?

Jussi Adler-Olsens Vater war Oberarzt in verschiedenen Krankenhäusern für psychisch Kranke, in denen die Familie dann auch lebte. Dadurch lernte Jussi Adler-Olsen früh das ›psychische Anderssein‹ kennen, wodurch sich auch sein Interesse dafür und für die Psychologie entwickelte, was sich wiederum in seinen Büchern niederschlägt. Quelle: Artikel im Ekstra Bladet

Wie kam Jussi Adler-Olsen, der eigentlich Carl Valdemar heißt, zu seinem Vornamen?

Seit Adler-Olsen drei Monate alt war, wurde Adler-Olsen Jussi genannt, nach dem berühmten Opernsänger Jussi Björling, in den seine Mutter so verliebt war.

Er erzählt dazu folgende Anekdote:

»Als ich sechs Jahre alt wurde und in die Schule kommen sollte, nahm mich mein Vater eines Tages zur Seite und sagte: »Jussi, Du solltest Dir im Klaren darüber sein, dass wenn sie in der Schule Carl sagen, sie Dich meinen.« Ich ahnte nicht, dass das mein Name war. Ich brach darüber komplett zusammen und weigerte mich, in die Schule zu gehen. So bekam ich einen Königsbrief und kam dazu, Jussi zu heißen. Und seither habe ich mich nur so genannt«

Links

Die dänische Website von Jussi Adler-Olsen (auch in deutscher Version):
www.jussiadlerolsen.dk